Mainzer Netze: Trink­was­ser­auf­be­rei­tung im Was­ser­werk Meen­zer Kra­ne­was­ser – haus­ge­macht

Damit Sie tagtäglich qualitativ hochwertiges Trinkwasser genießen können, betreiben wir als Mainzer Netze gleich drei Wasserwerke. Sie befinden sich in Eich bei Worms, Hof Schönau sowie auf der Rheininsel Petersaue und versorgen rund 265.000 Menschen in Mainz und dem Umland mit Trinkwasser – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Doch was passiert eigentlich bei der Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk? Und welche Reise nimmt das Trinkwasser dabei auf sich? Das erfahren Sie in unserer Serie Wasser Wissen.
  • Das Trinkwasser der Mainzer Netze wird aus Grundwasser und aus Uferfiltrat des Rheins gewonnen. Dies erfolgt zum einen über dezentrale Brunnenpumpen, zum anderen über zentrale Saugpumpen.
  • Das frisch gewonnene Grundwasser – auch Rohwasser genannt – durchläuft einen mehrstufigen Aufbereitungsprozess, bei dem zum Beispiel der Eisen- und Mangangehalt reduziert wird. Am Ende des Aufbereitungsprozesses spricht man von frisch gewonnenem Reinwasser. Dieses wird in sogenannten Reinwasserbehältern des Wasserwerks gesammelt, bevor wir es zur weiteren Verteilung über Zubringer- beziehungsweise Transportleitungen in das Trinkwassernetz pumpen. Neben dem Transport dienen die Reinwasserpumpen zusammen mit 10 Druckerhöhungsanlagen und 5 Hochbehältern der hydraulischen Druckhaltung im Wassernetz. So wird gewährleistet, dass Sie zuhause immer einen ausreichenden Wasserdruck haben.
  • Wenn im Hochsommer morgens um 7 Uhr halb Mainz im Badezimmer steht, liefert das Wasserwerk Hof Schönau 1.600 m³ Trinkwasser pro Stunde – diese Menge entspricht ungefähr 8.000 Badewannen. Die Wasserwerke Eich und Petersaue liefern zusätzlich etwa 2.000 m³ pro Stunde. Sollte dies tatsächlich mal nicht ausreichen, wird auf die Reserven der Hochbehälter zurückgegriffen.
  •  Eich  Hof Schönau
    Pestersaue
     18-20° dH, Härtebereich "hart"
     25-27° dH, Härtebereich "hart"
     13-15° dH, Härtebereich "mittel/hart"
     3,21 bis 3,57 mmol/l Calciumcarbonat
     4,46 bis 4,82 mmol/l Calciumcarbonat
     2,32 bis 2,68 mmol/l Calciumcarbonat
     Nitratgehalt1: 2,1 mg/l
     Nitratgehalt1: 1,7mg/l
     Nitratgehalt1:2,9 mg/l
     Finthen, Drais, Lerchenberg, Gonsenheim, Mombach (Westteil), Bretzenheim, Marienborn, Hechtsheim, Münchfeld, Hartenberg
     Altstadt, Weisenau, Bischofsheim, Ginsheim, Gustavsburg, Kostheim

    Mombach (Ostteil), Innenstadt, Kastel, Amöneburg

     

    1 Empfehlung der WHO für Babynahrung: <10 mg/l

  • Hier lautet die Antwort: ja, aber. Denn wir beobachten, dass der Trinkwasserbedarf von Jahr zu Jahr phasenweise ansteigt, während sich auch in unserem Versorgungsgebiet der Klimawandel durch lange Hitze- und Trockenperioden bemerkbar macht. In Kombination mit Niederschlagsmangel und fehlenden Versickerungsmöglichkeiten durch wachsende Oberflächenversiegelung hat dies immense Auswirkungen auf die Grundwasserneubildung. Und wenn sich zu wenig Grundwasser bildet, entsteht das Risiko der temporären Wasserknappheit. Denn etwa 62 % des gesamten Trinkwassers in Deutschland werden aus dem Grundwasser gewonnen. Wir müssen unser wertvolles Gut also ganz besonders schützen, damit wir auch in Zukunft noch genug davon haben. Mehr dazu erfahren Sie auf der Seite Grundwasserschutz.
  • Im Anschluss an den Genuss und Gebrauch von Trinkwasser wird das Abwasser über die Kanalisation in die Klärwerke geleitet, hier in mehreren Schritten gereinigt und im Anschluss in Flüsse eingespeist. Dort durchläuft es beim teilweisen Versickern ins Grundwasser, der sogenannten Infiltration, einen natürlichen Reinigungsprozess.
Wasserwerk umgeben von Natur

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